allein erzogen

Kindersicht

Fritz erzählt: „Ich hab meine Mama sehr lieb. Wir lachen ganz oft miteinander. Am meisten mag ich, wenn meine Mama mit mir Lego spielt. Und ich mag auch, wenn mir meine Mama eine Geschichte vorliest. Ich mag so gern den Furzipups. Pupsen ist überhaupt lustig. Aber manchmal schaut meine Mama so traurig. Ich glaub dann, dass ich was falsch mache. Und dann versuch ich, meine Mama zum Lachen zu bringen, weil ich mag wenn meine Mama lacht. Aber das gelingt mir nicht. Das macht mich traurig.“ Was Fritz erzählt könnte jedes Kind erzählen, dessen Mama oder Papa zu den Alleinerziehenden gehört. 
Unmut, Tränen, Lachen oder Weinen, das alles gehört zum Alltag mit Kindern dazu. Sie lernen die Welt ja erst kennen. Wir Erwachsenen müssen auch damit einen Umgang finden. Was könnte Fritz vielleicht helfen?
Es geht in diesem Beitrag um die Wichtigkeit, neben den Bedürfnissen des Kindes auch auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Gerade wenn Sie den Erziehungsalltag alleine stemmen.

Selbstfürsorge – der alte Hut

Ich weiß, dass ich Ihnen damit nichts Neues sage. Vielleicht nervt Sie dieses Thema auch bereits, weil Sie immer wieder über Selbstfürsorge lesen und das Gefühl haben, nur Ihnen gelingt das nicht? Selbstfürsorge gehört zu den schwierigen Teilen des Alltags – Sie wollen es allen recht machen, Haushalt, Job und Erziehung wuppen und zugleich fühlen Sie sich von allen Menschen beobachtet und bewertet. Das erzeugt enormen Druck – und gegen den kann Selbstfürsorge helfen.

Mein Tipp: Auch sich selbst wichtig nehmen.

Nur wenn es Ihnen als Elternteil gut geht, dann sind Sie so entspannt, dass Sie sowohl Ihre eigenen und auch die Bedürfnisse Ihres Kindes wahrnehmen und noch besser reagieren können. Vielleicht sind Sie manchmal genervt, ungeduldig oder wünschen sich einen Alltag ohne jegliche Aufregungen. Das ist normal. Denn das Leben fordert uns immer wieder auf die verschiedensten Weisen heraus. Gerade dann müssen wir besonders gut auf uns selbst achten. Und je mehr Aufgaben wir haben oder auch glauben erfüllen zu müssen, desto schwieriger wird das mit der Selbstfürsorge.

Vorbildwirkung

Es geht um die unangenehme und zugleich wichtige Frage: „Was vermittle ich meinem Kind oder meinen Kindern, wenn ich mich selbst nicht wichtig (genug) nehme?“ Denn Ihre Kinder beobachten ganz genau, wie Sie im Alltag handeln, was Sie sagen, wie Sie mit anderen Menschen umgehen. Und es beobachtet, wie Sie mit sich selbst umgehen. Kinder kopieren uns in vielen Bereichen. Und da gehört auch die Selbstfürsorge dazu.

Erste Schritte

Fragen Sie sich nun, wie Sie als Alleinerziehende/r gut für sich sorgen und Ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen können? Dann machen Sie bereits den ersten Schritt in diese Richtung – das ist hervorragend. Sie sind auf einem Weg, der zugleich Ihnen und Ihren Kindern hilft, aus dem Kreislauf der Enge und Überforderung auszusteigen. Sich im Alltag Pausen zu erlauben, durchzuatmen und sich selbst wahrzunehmen – ist es wert gelernt und geübt zu werden. Und vielleicht wirkt es am Anfang scheinbar unmöglich. Dann kann eine neutrale Sicht von außen hilfreich sein. 
Ich  biete Ihnen einen sicheren Ort und begleite Sie auf der Suche nach Ihren konkreten Möglichkeiten gut für sich selbst zu sorgen. Zögern Sie nicht – Sie sind es wert!
Ihre
Irina Langer
 

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