Vorsätze zu Neujahr

Ab jetzt wird alles anders

Das neue Jahr ist da und vielleicht haben Sie sich vorgenommen, dieses oder jenes zu verändern. Typische Pläne sind zum Beispiel mehr Bewegung zu machen oder weniger zu naschen.

Ich darf Ihnen gleich zu Beginn verraten: Wenn Sie mit diesem Plan bis zum Jahreswechsel gewartet haben, stehen die Chancen für die dauerhafte Umsetzung Ihrer Vorhaben erfahrungsgemäß eher schlecht.
Denn alles, was Sie tun oder nicht tun, hat einen tieferen Grund. Vielleicht bewegen Sie sich wenig, weil Sie generell erschöpft sind? Vielleicht naschen Sie viel, weil Sie das Gefühl haben, zu kurz zu kommen und nur mehr zu funktionieren? Vielleicht sind Sie alleinerziehend und haben kaum Verschnaufpausen?

Ein Ziel reicht

Vielleicht gelingt es Ihnen, einen Vorsatz zu beschließen und den auch wirklich umzusetzen. Mein Vorschlag ist: Seien Sie lieb zu sich selbst und nehmen Sie sich mehrmals am Tag Minipausen.
Wenn Sie sich zu viel vornehmen, scheitern Sie wahrscheinlicher, weil sich Ihr Organismus weigert, noch mehr zu tun. Zu viele Vorhaben können unterbewusst wie noch mehr To-Dos wirken.

Kleine Pause

Eine kleine Pause kann in jede Handlung integriert werden, die ausgeführt wird. Zum Beispiel einen tiefen Atemzug beim Aufstehen (nicht nur in der Früh, sondern jedes Mal, wenn Sie sitzen und wieder aufstehen). Oder jedes Mal, wenn Sie eine Türklinke betätigen, einmal tief einatmen und noch tiefer ausatmen.

Bewusstes Atmen reduziert das Tempo und hilft Ihnen, mit Ihrer Wahrnehmung im Moment zu bleiben.

Gedanken kreieren die Welt

In meinem Verständnis ist jeder Gedanke ein Selbstgespräch. Damit meine ich, dass Sie mit Ihren Gedanken bestimmen (können), wie Sie die Welt und Ihr Leben sehen. Und Ihre Sicht auf Ihr Leben und die Welt bestimmt mit, wie Sie sich fühlen und wie es Ihnen geht.

Es steht Ihnen selbstverständlich frei, was Sie im Fokus haben wollen.
Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass es um einiges leichter und freudvoller ist, anzuerkennen, was alles gut ist und gut läuft. Das stärkt die Lebensfreude, die Selbstliebe und hilft dabei, dem von außen angeregten Selbstoptimierungsdrang zu widerstehen.

Fokus verändern

Indem Sie Ihren eigenen Fokus und damit auch Ihre Gedanken bewusst lenken, können Sie Ihre Sicht auf sich selbst und die Welt beeinflussen. Das ist eine Entscheidung, die Sie immer wieder neu treffen können – wenn Sie wollen. Sie können das in kleinen Schritten in Ihren Alltag einbauen, zum Beispiel indem Sie

  • sich ein liebevolles Lächeln beim Blick in den Spiegel schenken.
  • jeden Schritt (egal wie groß oder klein) anerkennen, den Sie heute gegangen sind.
  • jede Erledigung würdigen, die Sie heute geschafft haben.
  • sehen und wertschätzen, was Ihnen und Ihren Kindern / Ihrem Kind alles gelingt.

Vorbildwirkung

Natürlich wird das, was suboptimal ist oder wirklich sch…wierig, dadurch nicht besser. Allerdings öffnet sich der Raum für die Dinge, die neben allem schwierigen auch gut sind. Und es erweitert Ihre (Handlungs-) Möglichkeiten und die Ihres Kindes oder Ihrer Kinder: Zu sehen, was alles gelingt, schafft Kraft und Ideen für alles, das noch nicht so gut läuft. Auch in diesem Punkt sind Sie Vorbild.

„Die Fülle sehen, den Mangel sehen – dieselbe Welt, zwei Leben“ lautet mein Lieblings-Haiku.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes neues Jahr!
Ihre
Irina Langer

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